2025 Salurn – Castellane – Die

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2025 Salurn (Dolomiten) Castellane und Die mit Camper und Motorrädern

Donnerstag 28.08.2025 Start bei 27375km

Um Punkt 6:00 starten wir den Motor und wieder fragen wir uns, was haben wir wohl vergessen.
(Diese Frage beantwortet sich dann am Abend, Heike hat alle Schlübber zu Hause liegen gelassen)
Wir fahren die A7 durch bis Kempten und sind teilweise echt verdutzt über das geringe Verkehrsaufkommen. Eine halbe Stunde nach unserem Start fängt es dann auch, wie angekündigt, an zu Regnen. Stellenweise schüttet es wie aus Kübeln. Um 15:00 landen wir auf einem Stellplatz mit ca. 35 Plätzen mitten in Mittenwald. Der Platz ist sehr gut besucht. Das ist das richtige Wetter um unsere neuen Engelbert & Strauss Regenjacken zu testen. Wir bummeln durch Mittenwald und reservieren für 17:30 einen Tisch im Gasthaus „Zum Stern“ . Das Essen ist sehr gut und reichlich. Um 19:00 sitzen wir wieder im Camper und es schifft immer noch. Hoffentlich ist es morgen etwas besser damit wir etwas von der Bergwelt sehen wenn wir über das Timmelsjoch fahren.

Freitag 29.08.2025

Es hat die ganze Nacht geregnet. Frühstück fällt aus da wir noch immer gesättigt sind vom gestrigen Essen. Wir kaufen als erstes bei Rewe die vergessenen Bekleidungsteile für Heike 🙂 Im Sellraintal tanken wir nochmal voll bevor es weiter Richtung Timmelsjoch geht. Ab und zu ist es auch mal für kurze Zeit trocken. Kurz vor dem Timmelsjoch lugt mal ganz kurz die Sonne durch die Wolken. Das wars dann aber auch. Kurz vor der Passhöhe zeigt das Thermometer noch 7 Grad an und die Sicht beträgt knapp 10 Meter und Dauerregen. In St.Martin finden wir einen tollen Parkplatz mit ganz noblen und sauberen öffentlichen Toiletten. Für 24 Stunden darf man hier verweilen. Der Platz ist gespeichert. Wenigstens sind die Temperaturen mittlerweile auf etwas über 20 Grad gestiegen. Nachdem wir Meran durchquert haben finden wir ca. 20km weiter südlich in Nals einen sehr schönen Stellplatz inmitten der riesigen Apfelplantagen. Angeschlossen ist ein Restaurant mit sehr gutem Essen und super netter Bedienung. Gegen 20 Uhr sitzen wir im Camper und lauschen den prasselnden Regentropfen. Bis morgen Mittag soll es übelst bleiben.

Samstag 30.08.2025

Bei starkem Nieselregen fahren wir gegen 9 Uhr los Richtung Salurn. In St.Michel kaufen wir in einer Bäckerei leckeres zum Frühstück. Einen geeigneten Picknickplatz finden wir erst in Salurn am Bahnhof. Gegen 12 Uhr treffen wir am Klammhof ein. Einige der Truppe sind schon da. Am Nachmittag laden wir die Moppeds aus und drehen eine ganz kleine Runde incl. Stopp an der weltbesten Eisdiele im Ort Salurn. Um 19 Uhr gibt es Abendessen. Die Truppe ist bis auf 3 Leute vollständig.

 

 

 

Sonntag 31.08.2025

Um 8:30 Uhr gibt es Frühstück. Das Wetter ist super. Die Andacht und Diskussion nach dem Frühstück fällt etwas länger aus als geplant, deshalb wird es 12 Uhr bis wir auf den Motorrädern sitzen. Joachim und Simonette schließen sich uns an, der Rest der Truppe ist zügiger unterwegs. Wir fahren auf kleinsten Straßen durch die Weinberge und die kleinen Bergdörfer. Es bieten sich unterwegs immer wieder tolle Panoramen. Wir kürzen die Runde auf ca. 130km und sind nach dem obligatorischen Eis gegen 18:00 zurück. Nach dem Abendessen gibt’s noch ein leckeres Bier und gegen halb 11 liegen wir im Bett.

Montag 01.09.2025

Um 10:30 sitzen wir auf den Motorrädern. Wir fahren wieder zu dritt. Jörn, Heike und Joachim mit Simonetta. Wir fahren am Kalterer See vorbei und dann hinauf zum Mendelpass. Es ist wenig Verkehr und ich kann der Husqvarna mal die Sporen geben. Es hat Spaß gemacht mal richtig am Hahn zu drehen. Die 401 hat zwar nur 45PS aber wenn man richtig dreht, bis der Schaltblitz aufleuchtet, geht die Kleine richtig gut ab 🙂 Wir fahren noch bis zum Aussichtspunkt am Panoramahotel Penegal. Von hier oben hat man einen fantastischen Blick über Bozen, den Kalterer See und die umgebenden Berge. Am Lago di Santa Giustina machen wir unser Mittags Picknik. Von hier aus geht es dann so langsam wieder zurück zum Hotel. Das obligatorische Eis fällt leider wegen Ruhetag aus. Gegen 20 Uhr fängt es, wie vorher gesagt, an zu Regnen. Morgen werden wir mit dem Zug, der für uns kostenfrei ist, nach Bozen fahren. Leider ist für den ganzen Tag Regen angesagt.

Dienstag 02.09.2025

Heute ist, aufgrund der schlechten Wettervorhersage, ein Trip mit der Bahn nach Bozen angesagt. Mit 3 Autos wird die ganze Truppe von 15 Leuten zum Bahnhof gefahren. Um kurz nach 12Uhr sind wir dann in Bozen. Hier geht dann jeder seines Weges. Bozen ist an diesem Tag gut besucht, trotzdem macht es Spaß durch die Gassen zu bummeln und in einige Geschäfte zu schauen. Ruckzuck ist es 17Uhr und wir trudeln wieder alle am Hauptbahnhof in Bozen ein. Das Wetter war besser wie angekündigt. Es gab nur einen Schauer der während dieser Zeit über Bozen runter gekommen ist. Um 19 Uhr gibt es Abendessen und danach noch ein gepflegtes Bier. Morgen ist wieder Mopped fahren angesagt.

 

 

Mittwoch 03.09.2025

Nach dem Frühstück nehmen wir „Tour 2“ in Angriff, die wir jedoch etwas abkürzen. Die Abkürzung hat es dann in sich. Es bieten sich immer wieder traumhafte Aussichten auf das Bergpanorama. An einer Aussichtsstelle wurde ein Kino mit Holzsitzen und einem großen Holzrahmen als „Leinwand“ installiert. Wenn man von einem der Sitze durch den Holzrahmen schaut ist die Kulisse des Rosengartens zu sehen. Am Ende der Strecke, kurz vor Bozen, geht es nochmal über 15 Kehren bergab. Die letzten 35km auf der SS12 sind dagegen sehr öde. Als krönenden Abschluss gibt es wieder das verdiente Eis. Danach zurück ins Hotel und ab in den Pool.

 

 

 

Donnerstag 04.09.2025

Heute ist nur eine kleine Runde geplant. Heike und ich fahren zum Fennsee, der völlig einsam in ca.35km Entfernung, in einer Sackgasse liegt. Hier ist nichts los und es herrscht absolute Stille bis auf die natürlichen Geräusche der Natur. Im Berggasthof isst Heike noch einen Kaiserschmarrn und ich ein Bruscetta, dazu selbstgemachte Holunderschorle. Um Punkt halb vier stehen wir vor der Eisdiele, es ist Eiszeit. Danach geht’s zum Hotel und ab in den Pool. Die Motorräder verstauen wir am Abend noch im Camper, denn morgen ist Regen angesagt und wir wollen zur Haderburg laufen wo es den besten Burger geben soll.

Freitag 05.09.2025

Heute gibt es einen ruhigen Tag. Um 12 Uhr wandern wir hoch auf die Haderburg. Hier wollen wir den legendären Haderburger essen, von dem Melanie und Stefan immer wieder schwärmen. Als wir die Burg hoch über uns sehen denken wir an einen langen, steilen Marsch aber wir sind recht flott oben. Das ganze Burgambiente ist auf mittelalterlich gemacht und es ist urgemütlich. Die meisten von uns bestellen den „Burger“ und er schmeckt wirklich sehr gut. Pulled Pork und Rotkraut in einem Sesamlaugenbrötchen. Nach der Burgbesichtigung spurten wir zurück zum Auto. Das angedrohte Gewitter rückt immer näher und am Horizont ist es schon dunkelgrau. Kaum am Hotel angekommen setzt der Spuk auch schon ein. Es schüttet und stürmt recht heftig. Gegen 18 Uhr ist alles wieder vorbei und wir verzurren die Moppeds im Camper. Leider geht es morgen weiter. Es war eine sehr schöne Zeit mit der Truppe in Salurn. Vielleicht in 2 Jahren wieder ? ? ?

 

Samstag 06.09.2025

Das Wetter ist suuuuper. Um 10 Uhr sitzen wir nach der Verabschiedungszeremonie in den Sitzen vom Camper und starten Richtung Südfrankreich. Als erstes tanken wir am Dorfbrunnen Wasser für Kanister und Trinkflaschen. In Sarche füllen wir unseren Kühlschrank wieder mit leckeren Sachen für Picknick und Frühstück. Wir fahren weiter über die BS345 und über den Passo Crocedomini (1800m). Dieser Pass ist für den Camper legal befahrbar aber streckenmäßig schon sehr grenzwertig. Heikes Puls geht öfters in den roten Bereich. Es ist stellenweise schon sehr eng. Viele Streckenabschnitte haben gerade mal Wagenbreite. Die Abfahrt nach Breno ist zum Glück etwas breiter ausgebaut. Danach ändern wir die Streckenführung etwas puls-und camperfreundlicher. In Capannelle, etwas südöstlich von Bergamo finden wir auf einem Reiterhof einen Stellplatz. Wir müssen noch ein Stündchen warten bis der Platz frei wird da hier ein Kindergeburtstag gefeiert wird.

 

 

Sonntag 07.09.2025

Zum Frühstück haben wir reichlich Besuch von Vierbeinern. Die Hunde vom Pferdehof sind supergut erzogen. Sie betteln zwar mit ihren Augen nehmen aber nichts vom Tisch. Die Katze hingegen ist ruckzuck auf dem Tisch. Die heutige Fahrt ist landschaftlich absolut öde. Wir umfahren Bergamo, Mailand und Turin. Die letzten 40km entschädigen ein bisschen mit dem Blick auf die Berge die wir morgen erklimmen wollen. Wir landen auf einem einfachen Campingplatz in Freisse, kurz vor Sestriere. Am Abend möchten wir essen gehen, haben aber wieder mal kein Glück. Die Pizzeria vor Ort hat zu, die Trattoria im Nachbarort soll laut Google geöffnet sein, hat aber Betriebsferien. Also gibt es wieder ein leckeres selbstgemachtes Nudelgericht. Heute Nacht wird es mit Sicherheit etwas kühler. Es ist Sternenklar auf 1500m.

Montag 08.09.2025

Es hat sich etwas zugezogen. Wir frühstücken draußen und starten gegen halb 11. Unser heutiges Ziel ist Isola. In Briacon biegen wir südlich auf die N94. Unser erster Col ist der Col de Vars mit 2111m. Weiter geht es über den Col de la Restefond und über den Col de la Bonette mit 2715m. Zum Glück ist die Saison fast zu Ende und das Verkehrsaufkommen ist sehr gering. Der Jumper „schlägt“ sich bis jetzt ausgezeichnet. Mit den beiden Moppeds im Laderaum gibt er sich mit 9,5L zufrieden. Bei Gefälle bis 10% lasse ich ihn im 2. Gang rollen und trete nur wenig auf die Bremse. Das Wetter hält sich, obwohl Regen angesagt ist, erstaunlich gut. Heike ist immer etwas mulmig zumute wenn sie rechts aus dem Fenster schaut und die tiefen Abgründe sieht. Gegen halb 5 erreichen wir den Campingplatz in Isola. Die Anmeldung am Automaten gestaltet sich etwas holprig aber es klappt dann doch noch.

Dienstag 09.09.2025

Wir frühstücken in Ruhe und kommen kurz nach halb elf weg. Heute sind es noch knapp 150 km bis Castellane, unserem Zielort. Das Wetter ist den ganzen Tag über Super, ca. 25 Grad und Sonnenschein. Kurz hinter Entrevaux, einem sehr schönen Ort den wir definitiv noch mal mit den Motorrädern anfahren werden, tanken wir den Camper noch einmal voll. Gegen 15 Uhr treffen wir in Castellane auf dem Campingplatz ein und sind überrascht wie gut der Platz noch besucht ist. Viel ist nicht mehr frei aber wir finden noch einen guten Platz. Jetzt wird noch etwas gefaulenzt, dann Duschen, Anmelden und ab in die Stadt.

 

 

Mittwoch 10.09.2025

Wir haben beide nicht gut geschlafen. Es war ziemlich warm die Nacht. Hier auf dem Platz ist es sehr ruhig und es stört auch keine Platzbeleuchtung. Nach dem Frühstück laden wir die Motorräder aus dem Camper. Es ist kurz vor 11 als wir endlich loskommen. Als erstes wird getankt. Am gestrigen Abend hatte ich noch eine kurvenreiche Runde von 145km ausgearbeitet. Es geht von Castellane ein Stück nordwärts und dann gen Osten über Thorenc und Sigale bis nach Entrevaux. Die kleinen Straßen sind ein Traum. In Entrevaux machen wir eine Pause und schlendern kurz durch die Altstadt. Kurz vor Castellane kriegen wir noch ein paar Tropfen von den dicken grauen Wolken ab. Im Supermarkt kaufen wir noch fürs Abendessen ein. Früher war das mal ein Intermarche oder SuperU Markt mit Frischetheken. Heute ist das wie ein Aldi in XXL. Zum Abend machen wir uns einen Salat mit Putenstreifen. Die gestrige Pizza hat uns doch schwer im Magen gelegen.

Donnerstag 11.09.2025

Wir sind heute zwar eine halbe Stunde früher aufgestanden, aber früher weggekommen sind wir deshalb nicht. Es wird wieder halb elf als wir auf den Motorrädern sitzen. Unser erstes Ziel ist die Gorges du Daluis. Ich bin jetzt zum dritten oder vierten mal hier und immer wieder ist es fantastisch diesen roten Canyon mit seiner abenteuerlichen Straßenführung zu durchfahren. Wir machen viele Fotos. Weiter geht es über den Wintersportort Valberg bis in das Bergdorf Roubion. Hier machen wir eine kurze Kaffeepause und genießen das Panorama. Als nächstes durchfahren wir die Gorges du Cians. Auch diese schmale Schlucht ist absolut sehenswert. 30km vor Castellane dann eine Vollsperrung wegen eines schweren Motorradunfalls. Die Sperrung dauert noch min. 1 Stunde also fahren wir einen sehr schönen Umweg von fast 70km durch die Berge und sind erst gegen 18 Uhr wieder am Zeltplatz. Unsere beiden „Hintern“ sind platt und wir freuen uns auf den gemütlichen Campingstuhl und ein kaltes Bier aus dem Kühlschrank. Morgen wollen wir die Gorges du Verdun umrunden.

Freitag 12.09.2025

Gegen 11:00 starten wir von der Tankstelle in Castellane. Wir tanken beide nochmal 3L dazu, das muss reichen. Wir fahren von der Nordseite auf die Schlucht zu um dann die Route de Crete im Uhrzeigersinn zu fahren. Wenn man gegen den Uhrzeigersinn fährt ist nach der Hälfte Schluss, da der zweite Teil eine Einbahnstraße ist. Von den Aussichtspunkten machen wir wieder viele Bilder. Auch Asiaten sind wieder mit ihren Handys und Selfiesticks unterwegs. So wie die sich über das Aussehen der Motorradfahrer wundern, so amüsieren „wir“ uns über deren Gehabe und Gepose. Nach der halben Runde machen wir noch einen kurzen Abstecher an den Lac de Sainte Croix. Hätten wir Badezeug dabei gehabt wären wir ins Wasser gesprungen. Schade. In Alguines halten wir für eine Kaffeepause an und bestellen uns als kleinen Snack eine Plateaux de Fromage. Auch an der Südseite des Grand Canyon machen wir noch einige Fotostopps. Wie gut das wir nicht zur Hochsaison hier sind. Wir genießen die letzten kurvenreichen km bis Castellane. Morgen gehen wir auf den Wochenmarkt und wollen noch die Kirche oberhalb Castellanes zu Fuß erkunden. Ab 14 Uhr kann es regnen, bis dahin wollen wir auch die Motorräder wieder verstaut haben.

 

Samstag 13.09.2025

Heute sind wir nicht gefahren. Morgens zu Fuß zum Wochenmarkt, Wurst, Käse, Honig ein Kleid und 2 Wollschals gekauft. Wegen falscher Wettervorhersage haben wir uns den Gang zur Kirche gespart. Am Nachmittag und am Abend sind wir nochmals nach Castellane unterwegs. Das wars dann auch, denn morgen geht es weiter.

Sonntag 14.09.2025

Wir sind auf dem Weg nach Avignon. Es herrscht wieder bestes Wetter. Gegen halb vier treffen wir in Avignon ein. Die Innenstadt ist wegen einer Feierlichkeit / Veranstaltung gesperrt so dass wir uns durch ein paar enge Gassen quälen müssen bis wir am Campingplatz ankommen. Hier stehen die Camper schon Schlange. Nach dem 2. Anlauf bekommen wir einen Platz mit freiem Stromanschluss. Hier werden wir 2 oder 3 Nächte bleiben. Mücken gibt es hier reichlich. Jetzt ist es 17 Uhr und wir werden den ersten Gang in die Stadt unternehmen. Man merkt das die Hauptsaison vorbei ist, viele Geschäfte und Lokale sind schon geschlossen. Wir schlendern noch etwas durch die Stadt und können es nicht lassen uns in einem Seifenladen, mit riesiger Auswahl, mehrere Seifen zu kaufen. Stück für 2 Euro in Bioqualität. 10 Stück landen im Einkaufskorb. Im Milano, einem Lokal am Stadteingang, essen wir sehr gut zu Abend. Heike eine Pizza mit Creme Fraiche und Honig und ich gönne mir ein Tartar, dazu eine Flasche Rose. Läckaaaaaa. Jetzt ist es 21 Uhr und wir sitzen bei 24 Grad vor dem Camper. Morgen haben wir für 10 Uhr 2 Tickets für den Papstpalast und die Brücke. Das heißt, früher aufstehen als sonst.

 

Montag 15.09.2025

Der Wecker weckt uns um 7:30. Aufgrund der Wärme in der Nacht haben wir beide nicht sehr gut geschlafen. Als die Vögel am Morgen wach werden kommen wir uns vor wie in einem zoologischen Garten. Um kurz vor halb zehn starten wir zu Fuß in die Stadt. Im Papstpalast bekommen wir beide ein Tablet für die Führung. Es dauert etwas bis wir damit vertraut sind aber dann ist es recht interessant was wir darauf sehen. Es ist ein virtueller Rundgang so wie es damals ausgesehen hat mit vielen Erklärungen dazu. Nach gut 2 Stunden sind wir durch. Als nächstes gehen wir noch auf die Ponte Avignon, die halbe Brücke. Die Brücke wurde immer wieder durch Hochwasser zerstört bis man es aufgegeben hat sie wieder in Stand zu setzen. Danach schlendern wir noch bis 15 Uhr durch die Stadt. In einem Cafe trinken wir etwas und Heike schreibt ganz altmodisch noch eine Postkarte. Die Sonne brutzelt mittlerweile erbarmungslos vom Himmel. Heute Abend wollen wir eine Pizza am Foodtruck direkt vor dem Campingplatz an der Rhone essen.

 

 

Dienstag 16.09.2025

Um 10:15 verlassen wir den Campingplatz in Avignon. Unser erstes Ziel ist der Mont Ventoux, der fast auf der Strecke liegt. Das ganze Verkehrsaufkommen besteht zu 98% aus Radfahrern. Der Rest sind ein paar Autos und 2 oder 3 Motorradfahrer. Vom Gipfel, in fast 2000m Höhe, hat man einen grandiosen Rundumblick. Es weht ein kräftiger, kühler Wind. Auf der Abfahrt vom Pass finden wir einen schönen Picknickplatz. Kurz hinter Nyons biegen wir auf eine kleinere Straße ab um nach Die zu gelangen. Die ersten 20km sind noch OK, die letzten 30km treiben Heike wieder die Perlen auf die Stirn. Sie meint nur ich solle mich daran erinnern dass wir einen Jumper fahren und keinen Fiat 500. Es wird tatsächlich an einigen Stellen etwas eng. Auf diesen 30km sind uns auch nur 3 Autos entgegen gekommen. Landschaftlich wars natürlich toll. Um 17 Uhr treffen wir auf den Campingplatz ein. Hier bestellen wir direkt eine Pizza für den Abend, da heute Pizzatag ist. Die Pizza ist
ausgezeichnet.

Mittwoch 17.09.2025

Nach dem Frühstück tauschen wir nochmal den Stellplatz. Wir wollen Morgens zum Frühstück etwas Sonne haben. Das Stromkabel reicht gerade so. Es ist kurz vor 12 Uhr als wir endlich loskommen, neuer Spätrekord. Ich habe eine 120km Runde auf dem Navi. Von Die aus geht es westwärts über Chatillon-en Dois und den Col de Menee bis wir bei La Gare auf die D1075 treffen. Auf dieser Hauptreiseroute, mit reichlich Verkehr, fahren wir ca. 15km bis wir auf die D539 abbiegen. Es geht über den Col de Grimone und die sehr schöne Gorges des Gats. Hier machen wir wieder einige Fotostopps. Gegen halb 5 sind wir zurück am Camp und
bereiten unser Abendessen vor.

Donnerstag 18.09.2025

Die Nacht soll ich wieder fürchterlich geschnarcht haben. Nasenspray hat sich gegen diese Übel bewährt. Da unser Vorrat leer ist müssen wir noch zur Pharmacie. Au heute ist es wieder sehr spät bis wir endlich loskommen. Wir nehmen den Col de Rousset in Angriff, der praktisch direkt vor der Haustür liegt. Weiter geht es zur Combe de Laval. Eine Strecke die in großer Höhe in den Felsen getrieben ist und fantastische Ausblicke bietet. Hier verweilen wir eine Zeit und machen viele Fotos. Auf dem Rückweg passieren wir nochmal den Col de Rousset. In Die kaufen wir noch etwas fürs Abendesen ein, heute wird endlich mal gegrillt.

 

 

Freitag 19.09.2025

Heute Nacht habe ich wohl wieder geschnarcht ohne Ende. Das hier gekaufte Nasenspray ist Müll. Nach dem Frühstück noch etwas fürs Picknick eingekauft und jeder hat nochmal 3 Liter Sprit nachgefüllt und dann geht’s auf zur letzten Runde im Vercours. Heute fahren wir südlich von Die in die Berge. In Saillans biegen wir ab auf die D156 bis Bezaudun. Weiter geht’s über Crupies, Bouviers, Gumiane, Arnayon bis Cornillon sur-l’Oule. Hier machen wir an einem türkisfarbenen Bergsee unsere Mittagspause. Badeklamotten waren leider wieder nicht dabei. Über Chalencon, St-Nazaire-le-Desert, Pradelle und St-Benoit gelangen wir wieder auf die D93 die uns zurück zum Camp führt. 135km sind wir gefahren. Das ist mit der brettharten Sitzbank der Husqvarna das absolute Limit. Ich habe noch eine 2. Sitzbank und die wird im Winter zum Polsterer gebracht. Egal was der macht es kann nur besser werden. Morgen sind wir zu Fuß unterwegs, in Die ist Wochenmarkt. Heute Abend ist Chickenabend auf dem Campingplatz und wir haben uns dazu angemeldet.

Samstag 20.09.2025

Nach dem Frühstück machen wir uns zu Fuß auf den Weg nach Die. Heute ist Markttag. Ein herrliches Treiben bei diesen hochsommerlichen Temperaturen erwartet uns in der Stadt. Es gibt alles nur erdenkliche an leckeren Sachen zu kaufen. Heike findet noch 2 Sommerkleider für kleines Geld. Für den gleichen Betrag (35€) kaufe ich 650g leckeren Käse. Nebenbei landet noch ein Glas Honig, 2 Stück Flan und das Abendessen vom Chinesen in den Rucksack. In der Kirche hören wir dem Organisten noch etwas bei der Probe einiger Stücke zu. Die Orgel ist relativ klein, klingt aber richtig gut. Gegen 13 Uhr sind wir zurück am Campingplatz und suchen uns ein schattiges Plätzchen zum Chillen. Wenn’s etwas kühler wird bauen wir den Camper wieder um und verstauen die Motorräder.

 

Sonntag 21.09.2025

Nach dem Frühstück noch zur Boulangerie, in den Intermarche und Tanken. Der angekündigte Regen stellte sich 2 Stunden später ein als angekündigt. Ab 14 Uhr schüttet es wie aus Kübeln. Wir schaffen gut 300km über Landstraße und lande am frühen Abend in Poligny auf einem Campingplatz. Zum Essen gehen wir in voller Regenmontur in die Stadt. Kurz nach 8 sind wir zurück im Camper. Es schüttet die ganze Nacht ohne Ende. Der Regen ist ziemlich laut auf dem GFK Dach.

Montag 22.09.2025

Das Wetter ist immer noch mies. Kurz nach 10 starten wir gen Heimat. In einer Boulangerie kaufen wir noch etwas für unterwegs ein. Auch heute schaffen wir gut 300km und landen gegen 17 Uhr auf einem Stellplatz in Heidelberg. In einem griechischen Restaurant, in einer Kleingartenanlage, essen wir sehr gut zu Abend. Jetzt ist es halb neun und wir werden gleich ins Bett verschwinden. Morgen haben wir noch knapp 300km vor uns bis wir (leider) wieder zu Hause sind.

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